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MARLENE SCHRETTER

Corporate Design ist mehr als ein Logo

Autorenbild: Marlene Schretter
Marlene Schretter
16. Sept.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Warum Marken einen Styleguide brauchen


Ein Logo ist oft das erste, woran man bei Corporate Design denkt. Doch ein starkes visuelles Erscheinungsbild umfasst weit mehr als nur ein einzelnes Zeichen. Für KMU, Start-ups und Organisationen ist es entscheidend, ein durchdachtes visuelles System zu entwickeln, das die Marke klar und einheitlich kommuniziert. Dieses System schafft Vertrauen, hebt die Marke von der Konkurrenz ab und unterstützt die langfristige Wahrnehmung.


Zwei Personen planen ein Branding am Schreibtisch mit Farbmustern, Grafiktablet, Monitor und vielen Stiften.
Farbpalette für ein konsistentes Corporate Design

Warum ein Logo allein nicht ausreicht


Viele Unternehmen glauben, dass ein professionelles Logo automatisch für ein starkes Erscheinungsbild sorgt. Das stimmt nur teilweise. Ein Logo ist das zentrale Element, aber ohne ein abgestimmtes visuelles System verliert es schnell an Wirkung.


Ein Logo funktioniert am besten, wenn es eingebettet ist in:


  • Farbschemata, die Emotionen und Werte der Marke transportieren

  • Typografie, die Lesbarkeit und Charakter definiert

  • Bildsprache, die die Markenbotschaft unterstützt

  • Gestaltungsraster, die für Konsistenz auf allen Medien sorgen


Diese Elemente zusammen bilden das Corporate Design, das die Marke visuell erlebbar macht. Ohne diese Struktur wirkt ein Logo oft isoliert und unprofessionell.


Wie man ein visuelles System aufbaut


Der Aufbau eines visuellen Systems erfordert Planung und Kompetenz im Grafikdesign. Hier sind die wichtigsten Schritte:


1. Werte und Zielgruppe definieren


Bevor Farben oder Formen gewählt werden, muss klar sein, welche Werte die Marke vermitteln will und wer die Zielgruppe ist. Ein Start-up im Tech-Bereich benötigt ein anderes Erscheinungsbild als ein traditionelles Handwerksunternehmen.


2. Farbwelt festlegen


Farben lösen Emotionen aus und prägen die Wahrnehmung. Ein visuelles System nutzt eine Hauptfarbe und ergänzende Farben, die zusammen harmonieren. Diese Farben sollten in allen Medien konsistent verwendet werden.


3. Typografie auswählen


Die Schriftarten bestimmen den Ton der Kommunikation. Eine klare, gut lesbare Schrift ist Pflicht. Oft werden eine Hauptschrift für Überschriften und eine zweite für Fließtexte kombiniert.


4. Bildsprache definieren


Fotos, Illustrationen oder Icons sollten einen einheitlichen Stil haben. Das sorgt für Wiedererkennung und unterstützt die Markenbotschaft.


5. Gestaltungsraster und Layouts entwickeln


Ein Raster hilft, alle Elemente strukturiert anzuordnen. So entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild auf Website, Printmaterialien und anderen Kanälen.


6. Anwendung und Dokumentation in einem Styleguide


Alle Regeln werden in einem Corporate Design-Manual oder Styleguide festgehalten. Das Handbuch sorgt dafür, dass alle Beteiligten die Gestaltung einheitlich umsetzen.


Offenes Markenhandbuch auf grauem Hintergrund mit Typografie, Farbpalette, Farbfeldern und den Überschriften Logo und Farbpalette.
Corporate Design-Manual mit Farb- und Schriftbeispielen für ein visuelles System

Beispiele aus der Praxis


Ein kleines Start-up, das nur ein Logo nutzt, wirkt oft weniger professionell als ein Unternehmen mit einem durchdachten visuellen System. Ein Beispiel ist ein regionaler Bio-Lebensmittelhändler, der neben einem natürlichen Logo auch eine Farbpalette aus Erdtönen, eine klare Schrift und stimmige Produktbilder verwendet. Das schafft Vertrauen und hebt die Marke im Wettbewerb hervor.


Ein anderes Beispiel ist ein IT-Dienstleister, der neben einem modernen Logo auch Icons für verschiedene Services, eine kühle Farbwelt und ein flexibles Layoutsystem nutzt. So bleibt die Marke auch bei wachsendem Angebot konsistent erkennbar.


Warum Kompetenz im Grafikdesign entscheidend ist


Die Entwicklung eines visuellen Systems erfordert mehr als Kreativität. Es braucht Kompetenz in Grafikdesign, um Farben, Formen und Typografie so zu kombinieren, dass sie die Marke stärken. Eine erfahrenere Designerin berücksichtigt psychologische Aspekte, technische Anforderungen und die Zielgruppe.


Viele KMU und Start-ups unterschätzen diesen Punkt und setzen auf günstige Lösungen oder DIY-Tools. Das kann kurzfristig Kosten sparen, führt aber langfristig oft zu einem uneinheitlichen Erscheinungsbild und schwächerer Markenwirkung.


Schreibtisch mit iMac, Tastatur, Grafiktablett, Stiften und Farbfeldern; helle, kreative Arbeitsatmosphäre.
Gute Vorbereitung als solide Basis ermöglicht Grafikdesign aus einem Guss – das stärkt den Wiedererkennungswert eines Unternehmens oder einer Marke

Tipps für KMU und Start-ups


  • Investieren Sie in eine professionelle Beratung für Ihr Corporate Design

  • Erstellen Sie ein Design Manual, das alle visuellen Regeln festhält

  • Schulen Sie Mitarbeiter*innen und Partner*innen im Umgang mit dem visuellen System

  • Prüfen Sie regelmäßig, ob das Design noch zur Marke und Zielgruppe passt

  • Nutzen Sie das visuelle System konsequent auf allen Kanälen


Ein starkes visuelles System ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg Ihrer Marke. Es schafft Wiedererkennung, Vertrauen und unterstützt Ihre Kommunikation.



Corporate Design mit System


Ein Logo ist nur der Anfang. Wer seine Marke langfristig stärken will, braucht ein durchdachtes visuelles System. Dieses System verbindet Farben, Schriften, Bilder und Layouts zu einem einheitlichen Auftritt. Für KMU, Start-ups und Organisationen bedeutet das mehr Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit.


Nutzen Sie professionelles Grafikdesign, um Ihre Marke klar und überzeugend zu präsentieren. So legen Sie den Grundstein für nachhaltigen Erfolg und sparen langfristig Zeit, Geld und Nerven.



Ihre Marke. Klar definiert.

Ein Styleguide schafft klare Regeln für Ihren gesamten Markenauftritt. Er sorgt dafür, dass Ihr Team schneller arbeitet und Ihre Marke überall konsistent wirkt. So sparen Sie Zeit, vermeiden Fehler und reduzieren unnötige Korrekturschleifen.



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